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Neues Video, neuer Workshop & ein Making Of

In meinem neuen Video auf Youtube und Instagram interpretiere ich Bob Dylan’s Klassiker Knocking On Heavens Door in acht verschiedenen Stilen. Die Idee dazu entstand, weil mein Gitarrenlehrer mir damals die Aufgabe gab, diese Akkordfolge auf verschiedene Arten zu spielen, um spontan in unterschiedlichen Stilen begleiten zu lernen. Ich habe das immer beibehalten und mit anderen Songs ausprobiert, einfach, weil es Spaß macht 😊 .

 

Gleichzeitig möchte ich mit dem Video meine neue Workshopreihe vorstellen, die ab dem 20.7. beginnt. Hier wirst du Licks, Riffs und Rhythmen verschiedener Stile lernen. Bestimmt wird auch etwas interessantes für dich dabei sein 😊 .

 

Außerdem will ich dir hier gerne einen kleinen Einblick in die Arbeit an diesem Video geben. Von der Idee bis hin zum Resultat waren nämlich verschiedene Arbeitsschritte nötig. Zuerst brauchte ich die Videoclips zu den verschiedenen Stilen sowie die Audioaufnahmen. Die Hauptgitarren habe ich fast ausschließlich mit dem Videodreh live eingespielt, die zweiten Gitarren im Nachhinein aufgenommen. Ebenso den Bass. Zum ersten Mal habe ich das Gitarrensignal über Line In eingespielt um es anschließend mit dem Video zu synchronisieren. Ich wollte gerne mit dieser Arbeitsweise vertraut werden, da ich das für meine Videos grundsätzlich so umsetzen möchte, sobald ich ein Mikrofon habe, mit dem ich Sprache aufnehmen kann – also ein gutes Ansteckmikrofon für meine Kamera.

 

Die Audioaufnahmen habe ich dann erstmal abgemischt. Da es in diesem Video um kurze und stilistisch unterschiedliche Songausschnitte geht, war das Mixing etwas umfangreicher. Drums, Gitarren und Bass mussten auf verschiedene Art abgemischt werden. Das Schlagzeug habe ich in EZdrummer erstellt, also entweder vorhandene Beats etwas bearbeitet oder eigene Beats in Guitar Pro notiert, als Midi exportiert und in EZdrummer geladen. Der Vorteil ist, dass man hier eine gute Grundlage mit guten Samples für die einzelnen Schlagzeugkomponenten sowie Raummikros, Reverb und Kompressor hat. Natürlich muss man im Mix dennoch klanglich etwas nachhelfen. Die eingespielten Bass- und Gitarrensignale habe ich durch die virtuelle Ampsimulation von Guitar Rig laufen lassen. Auch hier war soundtechnisch beim Mixing noch Arbeit nötig. Nun habe ich mit dem Mixing erst letztes Jahr angefangen, entsprechend war die Sache etwas langwieriger. Ich habe viel ausprobiert, auf verschiedenen Boxen und über verschiedene Kopfhörer abgehört und immer wieder verändert, bis ich mit dem Klang einigermaßen zufrieden war. Das mag jetzt nicht das professionellste klangliche Ergebnis sein, aber eben das, was ich auf meinem jetzigen Level herausholen kann. Ich habe dadurch auch viel über Mixing gelernt, wie eigentlich immer, wenn ich etwas abmische. Und auch auf dem Bass habe ich dazugelernt, schließlich ist das nicht mein Hauptinstrument 😉.

 

Aufnahmen und Mixing haben die meiste Zeit beansprucht, am Ende habe ich die Audiospuren grob gemastert, um sie lauter zu bekommen. Durch's Mixing geht immer einiges an Lautstärke verloren, da man die Instrumente im Gegensatz zur Aufnahme neu aufeinander abstimmt und eben auch laute, störende Frequenzen abmildert.Hier würde ich im Nachhinein manche Stile lauter machen, andere leiser. Aber, wie gesagt, es war nur grob, da das Video ja auch noch geschnitten werden musste. Erst habe ich die Clips der einzelnen Stile mit den Audioaufnahmen synchronisiert. Das ging mithilfe des Tons des kamerainternen Mikrofons ganz gut, da ich darüber während der Aufnahmen auch den Metronomklick aufgenommen habe. So konnte ich also die Audiospur an die richtige Stelle ziehen, sodass sie mit dem Klick des Tons der Videospur zusammenpasste. Die Aufnahme des Kameramikrofons habe ich natürlich hinterher stummgeschaltet, sodass nur die abgemischte Aufnahme zu hören ist. Nach der Synchronisierung habe ich im letzten Schritt dann das Video zusammengeschnitten, und zwar in zwei Versionen. Zum einen für Youtube und dann nochmal für Instagram in den entsprechenden Formaten. Die Clips habe ich auf die richtige Länge gekürzt, damit der Übergang zwischen den einzelnen Stilen flüssig läuft. Hinzu kamen die Texteinblendungen, die ich vorher in Gimp erstellt habe. Mit Gimp habe ich im übrigen auch die Thumbnails für Youtube und Instagram erstellt. Dann konnte ich das Video schließlich rendern und im richtigen Dateiformat abspeichern, um es anschließend hochzuladen.

 

So ist dieses Video also entstanden. Die Arbeit macht mir natürlich Spaß und es ist viel Herzblut in dieses Projekt geflossen. In Zukunft möchte ich meine Videos immer besser produzieren, um dir das bestmögliche Ergebnis zu präsentieren 😊 .

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